einfach durch die Wüste gehen
Rub al Khali-Tour - Achtsamkeitstrekking in der Wüste von Oman

Achtsames Wandern in der grossen Wüste Omans. Eintauchen in ein Meer aus Sand, Weite und Stille, eintauchen ins Hier und Jetzt.
 
Reisedatum
10. bis 21. Januar 2019, beginnend am ersten Reisetag mit einem Nachtflug von Zürich nach Oman
 
Kosten
CHF 2500.-, inkl. Trekking, Transfers, Hotels im DZ, EZ mit Zuschlag CHF 100.-, bei mind. 6 Teilnehmenden, ohne Visum und Flug Zürich-Salalah-Zürich, Preisanpassungen aufgrund von Kursschwankungen vorbehalten
 
Spezielle Voraussetzungen
gute Kondition, gute Hitzeverträglichkeit (gut 35 Grad), allgemeine Voraussetzungen siehe achtsam unterwegs, Teilnahme am Vorbereitungstreffen
 
Vorbereitungstreffen
im November oder Dezember 2018, Termin und Ort werden noch bekannt gegeben
 
Leitung
Thomas Ihde-Scholl, Co-Leitung Karin Hagedorn-Hoefliger
 
Auskunft
Thomas Ihde-Scholl (thomas.ihde@achtsamunterwegs.ch)
 
Anmeldung
bei Thomas Ihde-Scholl, Link zum Anmeldetalon
 

Unser Omantrekking im 2019 führt uns in den südlichen Teil der Rub al Khali Wüste, nach Salalah und in die Region Dhofar. Der Ablauf wird vermutlich wieder ähnlich sein wie auf unserer letzten Reise im Januar 2018:

Am ersten Tag, Donnerstagabend, fliegen wir mit einem 6 ½-stündigen Nachtflug nach Muscat, am nächsten Morgen geht es mit einem 1 ½-stündigen Inlandflug weiter nach Salalah, wo wir eine Nacht in einem kleinen Hotel am Strand verbringen. Auf der Hotelterrasse werden wir Zmittag essen und haben dann freie Zeit für einen Strandspaziergang oder zum Sein. So können wir uns entspannt ankommen lassen. Salalah ist die zweitgrösste Stadt des Omans, ist aber sehr beschaulich und hat einen wunderschönen Souq. Hier können wir einen Muzzar (Kopfbedeckung), etwas Luban (Weihrauch) oder einen Uizar (Wanderrock) für die Wüste kaufen.

Nach dem Besuch der Moschee sowie des bunten Gemüsemarkts fahren wir mit drei Jeeps am Samstagmorgen nordwärts in die Rub al Khali Wüste hinein, auf Deutsch 'das leere Viertel' genannt. Die Rub al Khali ist die grösste zusammenhängende Sandwüste der Welt, sie galt lange als nicht durchquerbar. Sie ist berühmt für den goldroten Sand und majestätische 50-150 Meter hohe Dünen. Diese Dünen sind bekannt für ihren Gesang. Beim Abstieg ertönt ab einer gewissen Steilheit ein Brummen, ein Summen, manchmal tönt es fast sirenenhaft. Die nächsten acht Tage verbringen wir tief in der Wüste. Wir schlafen unter freiem Himmel oder im Zelt, passen unseren Tagesrhythmus der Wüste an. Wir stehen relativ zeitig auf und wandern früh los. Nach einer 3 1/2 - 4 1/2 - stündigen Morgenwanderung verbringen wir die heissesten Stunden des Tages im Schatten des grossen Tageszeltes. Gegen Abend wandern wir noch einmal los, besteigen eine oder mehrere Dünen, bleiben bis nach Sonnenuntergang und lassen uns dann auf dem Abstieg vom Dünengesang begleiten. Wir werden in den Tagen einmal das Camp wechseln. Vom Camp aus machen wir Rundwanderungen durch das Land der Dünen und Salzpfannen, am Tag des Wechsels wandern wir zum nächsten Camp, während dessen wird unser Gepäck durch die Jeeps transportiert.

Unsere letzte Nacht verbringen wir wieder in Salalah im bereits bekannten Hotel am Strand. Hier können wir im warmen Indischen Ozean baden und gehen auf jeden Fall nochmals in den Souk, wo wir auch das Abendessen geniessen werden. Am Montagmorgen fliegen wir dann über Muscat wieder heimwärts und werden Zürich am Abend erreichen.

Die Wüstenlandschaft, in der wir uns bewegen, ist fantastisch - fantastisch in ihren Farben, ihren Formen, in ihrer absoluten Reduktion. Sie hat etwas Warmes, Liebliches, aber auch etwas Hartes. Sie fordert uns. In dieser Landschaft wird Achtsamkeit zu etwas Natürlichem. Auch wir fokussieren uns auf die absolute Reduktion, das Hier und Jetzt, mit unserem Denken, unserem Fühlen, unserem Herzen und Verstand. Wir wandern jeweils im Schweigen. Hier haben wir Raum und Zeit für uns selbst. Zwei Mal werden wir einen Stilletag mit Schweigen vom Moment des Loslaufens am Morgen bis zum Sonnenuntergang machen. An den übrigen Tagen bleibt während den Pausen und den Essenszeiten genügend Zeit für den Austausch. Wir bieten jeweils täglich vor dem Morgenessen eine Bewegungsmeditation an, beginnen die Wanderung mit einem kurzen Achtsamkeitsinput in Form einer orientalischen Geschichte, werden vor Sonnenuntergang auf der Düne ein Vokalsingen machen und zurück im Camp ab und zu eine Austauschrunde.

Für einen ausserordentlichen sinnlichen Luxus sorgen unsere Begleiter, das Team von Ibrahim al Kindi. Sie versorgen uns mit erstaunlichen kulinarischen Köstlichkeiten Omans. Auberginen, Mangos, Papayas, frischer und getrockneter Fisch und vieles mehr - ein wunderbarer Gegensatz zur Askese der Landschaft!

Zwei wichtige Anmerkungen

Auf diesem Trekking werden wir im Gegensatz zu den Trekkings in Tunesien nicht von Dromedaren begleitet. Authentizität ist unserem omanischen Trekking-Partner wichtig. Kamele werden im heutigen Oman zur Milch- und Fleischproduktion gehalten oder als Rennkamele gezüchtet. Kurze Touristenkarawanen mit Kamelen werden in Oman zwar angeboten, haben aber etwas mehr Folkloristisches, was wir weniger suchen.

Die Wüsten im Oman sind anspruchsvoll. Die Temperaturen können tagsüber sehr hoch sein (35 Grad), in der Nacht auch recht kühl (bis 3 Grad). Zu unserer Reisezeit herrscht eine Durchschnittstemperatur von 26 Grad. Wanderer in der Rub al Khali brauchen eine gute Kondition. Die Dünenbesteigungen am Abend können aber den Kräften angepasst werden.

 

Artikel 'Die singenden Dünen und der Elefant im Wohnzimmer', Berneroberländer 31.12.2013

 

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