einfach durch die Wüste gehen

Achtsames Wandern in der grossen Wüste Omans. Eintauchen in ein Meer aus Sand, Weite und Stille, eintauchen ins Hier und Jetzt.
 
Reisedatum
Die nächste Reise planen wir von 12. bis 25. Januar 2022 (1 Tag länger als im März bekannt gegeben), beginnend am ersten Reisetag mit einem Nachtflug von Zürich nach Oman. 
Vieles ist in der gegenwärtigen Pandemie immer noch schwer planbar, das gilt ganz besonders auch für's Reisen. Natürlich hoffen wir sehr, dass sich die Krise bis Anfang 2022 beruhigt haben wird.
Die Flüge sind zurzeit noch offen. 
 
Kosten
Preis CHF 2'850.-, inkl. Visum, Trekking, Transfers, Hotels im DZ, EZ mit Zuschlag CHF 80.-, bei mind. 6 Teilnehmenden, nicht inbegriffen Flug Zürich-Salalah-Zürich und corona-bedingte Gebühren
 
Reisebedingungen Oman - Corona
Oman setzt bei der Einreise von Touristen eine Corona-Impfung sowie einen PCR-Test voraus. Letzterer möglicherweise auch für die Ausreise. Im November werden wir prüfen, ob die Planung der Durchführung der Reise weiter realistisch ist. Definitiv können wir wohl erst Anfang Januar 2022 entscheiden.
 
Spezielle Voraussetzungen fürs Trekking
gute Kondition ähnlich wie für Bergwandern, das Wandern im Sand sowie das Besteigen von Dünen ist teilweise körperlich sehr anstrengend, gute Hitzeverträglichkeit (gut 35 Grad), allgemeine Voraussetzungen siehe achtsam unterwegs, Teilnahme am Vorbereitungstreffen
 
Vorbereitungstreffen
im November 2021, Termin und Ort werden noch bekannt gegeben
 
Leitung
Thomas Ihde-Scholl, Co-Leitung Karin Hagedorn-Hoefliger
 
Auskunft
Thomas Ihde-Scholl (thomas.ihde@achtsamunterwegs.ch)
 
Anmeldung
Ab 15. September nehmen wir gerne Ihre Anmeldung mit ausgefülltem Anmeldetalon entgegen. Link zum Anmeldetalon. Anmeldeschluss ist 31. Oktober 2021
 
Trekking und Reiseablauf
Unser Omantrekking im 2022 führt uns in den südlichen Teil der Rub al Khali Wüste, nach Salalah und in die Region Dhofar. Der Ablauf wird vermutlich wieder ähnlich sein wie auf unserer letzten Reise im Januar 2020:

Am ersten Tag, Mittwochabend, fliegen wir mit einem 6 ½-stündigen Nachtflug nach Muscat, am nächsten Morgen geht es mit einem 1 ½-stündigen Inlandflug weiter nach Salalah, wo wir zwei Nächte in einem kleinen Hotel am Strand verbringen. Auf der Hotelterrasse werden wir Zmittag essen und haben dann freie Zeit für einen Strandspaziergang oder zum Sein. So können wir uns entspannt ankommen lassen. Salalah ist die zweitgrösste Stadt des Omans, ist aber sehr beschaulich. Der alte Weihrauchsouk ist leider zur Zeit im Umbau und nur ein kleiner Teil ist noch erhalten. Trotzdem können wir in der Nähe einen Muzzar (Kopfbedeckung), etwas Luban (Weihrauch) oder einen Uizar (Wanderrock) für die Wüste kaufen. Am nächsten Tag machen wir einen Ausflug, besuchen zuerst den bunten Gemüsemarkt und fahren dann Richtung Westen nach Al Fizaia, ein wunderschöner, malerischer Küstenabschnitt im Westen Salalahs, wo sich vom türkisblauen Indischen Ozean eindrückliche Berge erheben. Hier können wir ein erfrischendes Bad nehmen und werden von unseren Guides mit einem feinen Picknick verwöhnt.

Am Samstagmorgen brechen wir mit drei Jeeps auf nordwärts in die Rub al Khali Wüste hinein, auf Deutsch 'das leere Viertel' genannt. Die Rub al Khali ist die grösste zusammenhängende Sandwüste der Welt, sie galt lange als nicht durchquerbar. Sie ist berühmt für den goldroten Sand und majestätische 50-150 Meter hohe Dünen. Diese Dünen sind bekannt für ihren Gesang. Beim Abstieg ertönt ab einer gewissen Steilheit ein Brummen, ein Summen, manchmal tönt es fast sirenenhaft. Die nächsten acht Tage verbringen wir tief in der Wüste. Wir schlafen unter freiem Himmel oder im Zelt, passen unseren Tagesrhythmus der Wüste an. Wir stehen relativ zeitig auf und wandern früh los. Nach einer 3 1/2 - 4 1/2 - stündigen Morgenwanderung verbringen wir die heissesten Stunden des Tages im Schatten des grossen Tageszeltes. Gegen Abend wandern wir noch einmal los, besteigen eine oder mehrere Dünen, bleiben bis nach Sonnenuntergang und lassen uns dann auf dem Abstieg vom Dünengesang begleiten. Wir werden in den Tagen einmal das Camp wechseln. Vom Camp aus machen wir Rundwanderungen durch das Land der Dünen und Salzpfannen, am Tag des Wechsels wandern wir zum nächsten Camp, während dessen wird unser Gepäck durch die Jeeps transportiert.

Unsere zwei letzten Nächte verbringen wir wieder in Salalah im bereits bekannten Hotel am Strand. Hier können wir im warmen Indischen Ozean baden und gehen auf jeden Fall nochmals in die Stadt. Den letzten Tag haben wir für die allenfalls nötige PCR-Testung für die Heimreise eingeplant. Aber es wird sicher auch noch Zeit für einen Ausflug bleiben. Am Dienstagmorgen fliegen wir dann über Muscat wieder heimwärts und werden Zürich am Abend erreichen.

Die Wüstenlandschaft, in der wir uns bewegen, ist fantastisch - fantastisch in ihren Farben, ihren Formen, in ihrer absoluten Reduktion. Sie hat etwas Warmes, Liebliches, aber auch etwas Hartes. Sie fordert uns. In dieser Landschaft wird Achtsamkeit zu etwas Natürlichem. Auch wir fokussieren uns auf die absolute Reduktion, das Hier und Jetzt, mit unserem Denken, unserem Fühlen, unserem Herzen und Verstand. Wir wandern jeweils im Schweigen. Hier haben wir Raum und Zeit für uns selbst. Zwei Mal werden wir einen Stilletag mit Schweigen vom Moment des Loslaufens am Morgen bis zum Sonnenuntergang machen. An den übrigen Tagen bleibt während den Pausen und den Essenszeiten genügend Zeit für den Austausch. Wir bieten jeweils täglich vor dem Morgenessen eine Bewegungsmeditation an, beginnen die Wanderung mit einem kurzen Achtsamkeitsinput in Form einer orientalischen Geschichte, werden vor Sonnenuntergang auf der Düne ein Vokalsingen machen und zurück im Camp ab und zu eine Austauschrunde.

Für einen ausserordentlichen sinnlichen Luxus sorgen unsere Begleiter, das Team von Ibrahim al Kindi. Sie versorgen uns mit erstaunlichen kulinarischen Köstlichkeiten Omans. Auberginen, Mangos, Papayas, frischer und getrockneter Fisch und vieles mehr - ein wunderbarer Gegensatz zur Askese der Landschaft!

Drei wichtige Anmerkungen

Auf diesem Trekking werden wir im Gegensatz zu den Trekkings in Tunesien nicht von Dromedaren begleitet. Authentizität ist unserem omanischen Trekking-Partner wichtig. Kamele werden im heutigen Oman zur Milch- und Fleischproduktion gehalten oder als Rennkamele gezüchtet. Kurze Touristenkarawanen mit Kamelen werden in Oman zwar angeboten, haben aber etwas mehr Folkloristisches, was wir weniger suchen.

Die Wüsten im Oman sind anspruchsvoll. Die Temperaturen können tagsüber sehr hoch sein (35 Grad), in der Nacht auch recht kühl (bis 3 Grad). Zu unserer Reisezeit herrscht eine Durchschnittstemperatur von 26 Grad. Zudem ist das Laufen im Sand manchmal etwas beschwerlich. Wanderer in der Rub al Khali brauchen eine gute Kondition, ähnlich wie für Bergwanderungen oder -touren. Die Dünenbesteigungen am Abend können aber den Kräften angepasst werden.

Unser Achtsamkeitstrekking hat weniger Retreat-Charakter, sondern gibt Gelegenheit, einfach gemeinsam schweigend zu wandern und Alltagsachtsamkeit zu praktizieren. Es ist auch möglich, sich vom Wandern in der Gruppe einmal auszuklinken und allein im Camp zu bleiben oder von da aus eine nahe Düne zu besteigen. 

 

 


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